Wie geht das
mit dem Eierlegen?

Wenn eine Henne 20 bis 21 Wochen alt ist,
beginnt sie mit dem Eierlegen.

Der genaue Zeitpunkt ist dabei abhängig vom Ernährungszustand, der Temperatur und insbesondere der Helligkeit und der Tageslänge. Kürzere Tage und verringerte Helligkeit und Kälte bewirken, dass die Legehennen keine Eier legen. D.h. im Winter legen die Hennen weniger als im Sommer, sofern kein zusätzliches Licht im Stall ist.

Kann ein Huhn ohne Hahn ein Ei legen?

Eine Henne benötigt keinen Hahn, damit sie Eier legen kann. Hühner legen Eier, unabhängig davon, ob sie befruchtet sind oder nicht. Küken schlüpfen nur aus Eiern, die vom Hahn befruchtet wurden.

Wie entsteht ein Ei?

Bei Hennen kommt es fast alle 24 Stunden zu einem Eisprung. Angeregt durch das Tageslicht wird ein Hormonsignal ausgesendet und die Eiproduktion beginnt. Die Eizelle bildet sich im Eierstock und wächst zunächst zu einer Dotterkugel, dem späteren Eigelb, heran. Im Eierstock in dem sich tausende von Eizellen befinden reifen die gelben Dotterkugeln innerhalb 1 Woche heran. Auf den Dotterkugeln, sitzt die winzige Keimscheibe, der Zellkern des Eigelbs aus der, wenn das Ei befruchtet und bebrütet wird, ein Küken heranwachsen kann. Das geht aber natürlich nur, wenn die Henne vorher von einem Hahn getreten [begattet] wurde.

Die jeweils reifste und größte Dotterkugel löst sich aus dem Eierstock und beginnt ihre Reise durch den Eileiter. Danach wird die Dotterkugel mit Eiklar, also dem Eiweiß, umwickelt. Das werdende Ei dreht sich permanent, so dass es in viele Schichten Eiklar eingewickelt wird. Die harte Kalkschale kommt erst ganz am Ende des Eileiters dazu, dauert aber am längsten. Sie wird durch Drüsen aufgespritzt, wofür fast 20 Stunden benötigt werden. Erst ganz am Ende dieses Prozess wird durch Pigmente noch die Farbe für die braunen oder weißen Eier, je nach Rase, dazugegeben.

Wie hart die Eierschale ist, hängt auch davon ab, was das Huhn gefressen hat. Ein Huhn braucht eine Menge Kalk, um eine schöne, feste Schale zu produzieren, den es über die Nahrung aufnimmt.

Atmungsaktiv und druckfest

Die Eierschale besteht zu 90% aus Kalk und ist von 8.000-10.000 Poren durchzogen, die wie winzige Airbags funktionieren und dem Ei Elastizität geben

Ohne zu zerbrechen kann ein Ei bis zum 20-fachen des Eigengewichts tragen, da die Eierschale aus zahlreichen, nebeneinanderliegenden, kleinen Kalzit-Säulen besteht. Die Poren der Eierschale ermöglichen das Eindringen von Sauerstoff und das Entweichen von CO2 und anderen Gasen. Während der Entwicklung der Hühner-Embryonen passieren über die Poren fast 6 Ltr. Sauerstoff, 11 Ltr. Wasserdampf und 4 Ltr. Kohlendioxid.

Legen braune Hennen auch braune Eier?

Nein, um vom Aussehen der Hühner auf die Schalenfarbe schließen zu können, muss man schon etwas genauer hinschauen. Und zwar auf die Hautlappen unter dem Ohr, die Ohrscheiben. Sind diese bei reinrassigen Hühnern weiß, so sind dies meist auch ihre Eier. Haben sie rote Ohrscheiben, ist die Schale in der Regel braun.

Warum legen Hennen weiße oder braune Eier?

Das ist genetisch bedingt. Eier können weiß, braun, grünlich oder rötlich sein - je nachdem, welche Farbpigmente in der Kalkschale eingelagert sind. Rote Pigmente kommen aus dem Blut, gelbe aus der Galle. Vermischen sie sich, entsteht braun...

Zerbrechliche Schale

Die Härte und Dicke der Eierschale ist maßgeblich vom Futter und Alter der Hennen abhängig. Zur Bildung der Eierschale benötigen die Hühner Calcium, Phosphor und Vitamin D3. Die Eierschalen von Jungen Hennen sind etwa doppelt so hart wie die älterer Hennen, da junge Hennen gegenüber älteren Hennen besser Calcium aus dem Futter aufnehmen...

WAS STECKT IM EI?

2/3 bestehen aus Eiweiß und 1/3 aus Eigelb.



Probieren Sie es aus: Füllen Sie ein Glas mit kaltem Wasser und geben dann das Ei hinein. Sinkt das Ei zu Boden, ist es noch frisch. Macht das Ei im Wasser einen Kopfstand, sollten Sie es nur durchgegart essen. Steigt das Ei an die Wasseroberfläche, ist es nicht mehr frisch. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, sollten Sie es lieber entsorgen.

Frisch und Klar

In ganz frischen Eiern sind viele kleine Luftblasen enthalten, die dem Eiweiß ein trübes, milchiges Aussehen verleihen. Je älter das Ei, desto transparenter ist das Eiweiß. Das Eiweiß besteht aus einer dick- und einer dünnflüssigen Schicht. Bei frischen, aufgeschlagenen Eiern wird der hoch aufgewölbte Dotter fest vom Eiweiß umschlossen. Bei alten Eiern fließt das Eiweiß von aufgeschlagenen Eiern breit auseinander; auch der Dotter ist verglichen mit einem frischen Ei flach und breit

Sind die Eier noch frisch? Dieser Test verrät es!
Die Schale des Eis hält zwar einiges vom Inneren ab, aber sie ist dennoch porös und lässt nach und nach Stoffe vom Inneren nach außen. Dazu gehört vor allem Wasser, das durch die Schale verdunstet. Der dadurch entstehende Platz im Ei wird mit Luft gefüllt. Je länger das geschieht, desto leichter treibt ein Ei im Wasser nach oben.